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Das Randauer Raubrittergut

Bereits in der mittleren Steinzeit um 5000–4000 v. Chr. war die Talsandinsel nördlich von Randau besiedelt. Lesefunde auf dem "Göbs" aus der Zeit um 600 bis 800 n. Chr. könnten von einer slawischen Siedlung um einen Burgwall stammen.

Nach einer Zerstörung besiedelte Kaiser Friedrich Barbarossa den „Elbenauer Werder“ um 1160 mit niederländischen Kolonisten. Auf dieser großen Insel zwischen Stromelbe und Alter Elbe im Südosten Magdeburgs befand sich die strategisch wichtige Burg Randau, die in einem Vergleich vom 28. Mai 1236 zwischen dem Kloster Unser Lieben Frauen und Iwan von Dornburg erstmals urkundlich erwähnt wird. Als Zeuge wird dort Thegenardus von Randowe genannt, der vermutlich einer der ersten Besitzer der Burg zu Randau auf dem Göbs war. Wie lange diese Burg schon bestand und ob sie aus der slawischen Siedlung oder dem Burgwall hervorgegangen ist, ist nicht nachvollziehbar.

Im späten 13. Jahrhundert unternahmen die Herren von Randau während einer Fehde des magdeburgischen Adels mit dem mächtigen Bischof und Landesherren von Magdeburg von hier aus Raubzüge und Plünderungen in der Umgebung und bedrohten auch die Elbschifffahrt. 1297 eroberten daraufhin die Truppen der nahe gelegenen Handelsstadt Magdeburg die Burg und zerstörten sie. Die Magdeburger Schöppenchronik erwähnt die Zerstörung nur mit einem Satz:

"bi sinen tiden wunnen dusse borger dat hus to Randauwe und breken dat und vorstordent"

[= zu seinen (des Erzbischofs Burchard II.) Zeiten eroberten diese Bürger das Haus zu Randau und zerstörten es]. Darüber gibt es die anschauliche Sage von der Ahnfrau der alten Burg Randau, die zu den schönsten Heimatsagen der Magdeburger Gegend gehört.

Noch im 18. Jahrhundert sah man angeblich in Randau die Spuren der Burg mit dreifachem Grabensystem, einer großen Kirche mit Kreuzgang und mehrerer Gebäude. Reste der Burg sind bis heute als Bodendenkmal „auf dem Göbs“ erhalten.

 

Aus: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Gut_Randau

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