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aktualisiert am: 13.04.2018

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Ortschaftsrat Randau-Calenberge

Sitzung vom 12.04.2018

 

Neues aus der Stadtratssitzung

 

 

Randau

 

Calenberge

 

Nächste Ortschaftsratssitzung:

3. Mai 2018, 19.00 Uhr; Bürgerhaus Randau

 

 

Kommentar

“Es funkt in Randau-Calenberge“

 

UB | Unter diesen wunderbaren Titel berichten –teilweise textidentisch, einschließlich Fehler- gleich mehrere Medien über ein und denselben Sachverhalt, nämlich der Inbetriebnahme des Weltwunders Nr. 8, den Randauer Funkturm: Magdeburg.de, Magdeburger-News.de, Volksstimme.

Man dankt und rühmt sich gegenseitig, wie engagiert gearbeitet wurde und welch großer Nutzen jetzt für die Einwohner von Randau-Calenberge entsteht. Und erst die jetzt guten Kommunikationsmöglichkeiten im Katastrophenfall Hochwasser.

Seinerzeit (2014) vor nunmehr 4 (vier!) Jahren wurde den Bürgern der Funkturm versprochen, mit teilweise wunderbar anmutenden Fertigstellungsterminen, die sogar auf explizite Nachfrage bestätigt wurden! Ende 2016, dann Anfang 2017, daraus wurde dann „mit Sicherheit Ende 2017“. Silvester funkte hier jedoch noch rein gar nichts. An den neuen Termin (Februar 2018) glaubte schon gar keiner mehr. „Die lügen uns doch hier nur die Hucke voll“ – So oder ähnlich schlecht war die Stimmung unter der ortsansässigen Bevölkerung, die sich nun eigentlich gar nicht mehr so richtig freuen kann.

Woran es lag? An vielen Punkten. Standortfindung, Verhandlungen mit dem Eigentümer der Fläche, „Ersatzpflanzungen“ (wofür eigentlich? Da werden dem Bauern, der das Gelände abgibt, noch weitere Flächen durch irrwitzige Baumpflanzungen weggenommen – schönen Dank!), bis hin zu fehlenden oder unvollständig eingereichten Unterlagen und und und. Die Liste ließe sich fortsetzen.

Schön, wenn man die Schuld an der Misere immer prima zwischen Stadt und Telekom hin- und herschieben kann.

Was wäre eigentlich gewesen, wenn inzwischen wieder ein Hochwasserfall eingetreten wäre?

Besser wäre es auch für den Funkturm und seine Steuerungselektronik, wenn kein Hochwasser käme, denn beides steht schön in einer Senke direkt neben dem alten Elbarm…

 

Es ist wie es ist: Das Ding ist jetzt (endlich) in Betrieb. Ob jetzt noch weitere Netzanbieter hinzukommen, ist nicht klar, aber sehr wünschenswert.

Zwei Dinge haben die Randau-Calenberger gelernt: 1. Die Wege der Verwaltung sind unergründlich und 2. man sollte niemals Terminzusagen aus Verwaltungsmund Glauben schenken…

 

“Klimaanpassungskonzept für die Landeshauptstadt Magdeburg“

 

UB | Hauptgegenstand der Ortschaftsratssitzung vom 8. Februar 2018 war das oben genannte Klimaanpassungskonzept, welches im Auftrag des Umweltamtes der Landeshauptstadt durch das Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz erstellt wurde.

Es legt unter anderem ausführlich die allgemeinen Rahmenbedingungen, die Auswirkungen des Klimawandels, die Kommunale Anpassungs- und Kommunikationsstrategie dar und geht dann ganz konkret auf die einzelnen Stadtbezirke Magdeburgs ein. Auf Seite 132 sind dann die Charakteristik und die Maßnahmenempfehlungen für den Bereich Randau-Calenberge nachlesbar. Demnach ist die Bevölkerung in unserem Raum im Vergleich nur gering wärmebelastet, höher werden die Auswirkungen des Klimawandels hinsichtlich Unwetterereignissen, Hochwasser, Erosion durch Starkregen eingeschätzt. In Punkto Wasserknappheit auf den Äckern und Trockenheit der Waldflächen ist Randau-Calenberge in der zweithöchsten Betroffenheitsstufe eingeordnet.

Hinsichtlich des Klimaanpassungskonzepts wurde am 09.01.2018 durch den Oberbürgermeister unserer Landeshauptstadt ein Grundsatzbeschluss in die einzelnen Ortschaftsräte und anschließend in den Ausschuss für Umwelt und Energie zur Abstimmung gegeben.

Der Ortschaftsrat Randau-Calenberge stimmte dem Konzept in seiner Sitzung einstimmig zu.

Seitens der Ortschaftsräte und der anwesenden Bürger wurde in diesem Zusammenhang der Holzraubbau in der Kreuzhorst mit seinen Folgen scharf kritisiert. Von „Wald“ kann in unserem (ehemaligen?)

Naturschutzgebiet kaum noch die Rede sein. Gewinnträchtige Nadelbäume wurden abgeholzt, stehen blieben nur noch die wenigen minderwertigen Hölzer wie Akazien. Wege und „Wald“ sind durch den Einsatz so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass ein Passieren beispielsweise mit dem Fahrrad (zur Erinnerung: durch die Kreuzhorst verläuft der viel beworbene Elberadweg!) nicht mehr möglich ist.

Selbst zu Fuß benötigt man zumindest Gummistiefel, um sich durch den teilweise wadentiefen Morast zu kämpfen. „Der gegenwärtige Zustand der Kreuzhorst ist eine Schande!“ – so oder ähnlich äußerten sich die aufgebrachten Teilnehmer an der Sitzung. Jeder Grundstücksinhaber wird hart bestraft, wenn er auf seinem Grundstück einen Baum fällt – hier passiert das in Größenordnungen, ohne jede Sanktion. Der Verweis der Landesbehörden auf das Recht der (Wald-) Eigentümer wirkt hier wie ein Witz.

Bürgermeister Kräuter sieht die Eigentümer in der dringenden Pflicht der schleunigen Wiederaufforstung.

(Die ist natürlich für die Eigentümer unangenehm, da sie keinen Gewinn bringt, sondern im Gegenteil noch zusätzliche Kosten verursacht.)

Weitere Hinweise kamen (bezüglich der Auswirkungen von Starkregen) zur Situation der Grabensysteme zur Entwässerung. Oftmals verbleibt die Maht in den Gräben und verdichtet sich dort, so dass es zu Überschwemmungen kommt.

Hinsichtlich der im Konzept genannten Umwandlung von Ackerland in Grünland sind die Flächen gemeint, die nur sehr geringen Ertrag bringen, wie bspw. zwischen den Pferdekoppeln und der Kreuzhorst.

Biotope, wie es das Trockenrasengebiet auf dem Mühlberg darstellt, dürften zum Schutz von Flora und Fauna keiner Maht unterzogen werden. Dessen ungeachtet wird die Fläche mehrfach im Jahr kurzgeschoren.

Seltene Pflanzenarten haben keine Chance mehr, da sich so dominantere Arten durchsetzen.

Für alle, die die – durchaus sehr empfehlenswerte! – Studie nicht komplett lesen können

oder möchten hier der Auszug für Randau-Calenberge:

 

Charakteristik:

In Randau-Calenberge, dem flächenmäßig zweitgrößten Stadtteil Magdeburgs, bestehen klimawandelbedingte Betroffenheiten vor allem durch Trockenheit. Das betrifft die über 1.000 ha Acker- und Grünlandfläche (Kapitel 2.3.5) sowie die knapp 150 ha Waldgebiet (Kapitel 2.3.7). Auch bzgl. der Schwerpunktthemen Elbehochwasser (Kapitel 2.3.3) und Erosion (Kapitel 2.3.4) liegt (bezogen auf das Stadtgebiet Magdeburg) eine mittlere Betroffenheit vor. Weite Teile des Stadtteils haben einen naturschutzrechtlichen Status.

Maßnahmenempfehlungen:

Ein grundlegendes Ziel im Sinne der Klimaanpassung sollte es sein, in Randau-Calenberge die vorwiegenden Nutzungsformen (Acker- und Weide- sowie Forstwirtschaft) aufrecht zu erhalten und dabei mit den Zielstellungen des Naturschutzes stärker zu verzahnen, um letztlich eine Steigerung der Resilienz des Stadtteils gegenüber den klimatischen Veränderungen zu bezwecken. Grundsätzlich ist eine (Um-)Orientierung in Richtung ökologischer Landwirtschaft bzw. nachhaltiger Forstwirtschaft (M-49, M-54) wünschenswert. Um die Diskussionen über mögliche Interessenskonflikte auf einer sachlichen Ebene zu besprechen, ist die Einrichtung eines Gesprächsforums unter Beteiligung der Öffentlichkeit und Sachverständiger (M-46) angeraten.

Konkrete Maßnahmen sollten darauf abzielen die Landschaftsstruktur im Stadtteil zu erhöhen. Dazu

sollte - auch im Sinne des Biotopverbunds (M-09) und des Erosionsschutzes (M-28) - entlang bestehender Wegeverbindungen (Wirtschafts-, Rad- und Wanderwege) und Gewässerstrukturen Gehölzanpflanzungen, Straßenraum- bzw. Uferbegrünungen (M-43, M-72) erfolgen. Prioritär sei dabei an den Verbindungsweg zwischen Randauer Baggerloch und Elberadweg sowie an die Wegeverbindungen Am Kiebitzberg/Prinzenwiese und den Franzosengraben gedacht. Die Anlage von Ackerrand- bzw. Blühstreifen (M-03) würde dies unterstützen. An wenig ertragreichen bzw. durch Wasser- oder Winderosion besonders gefährdeten Standorten sollte eine Umwandlung von Acker- in Grünland/Wald in Betracht gezogen werden (M-27, M-35). Zur Resilienzsteigerung der Waldbestände wäre ein sukzessiver Waldumbau in den mit Kiefern bestockten Arealen in Richtung Mischwald (M-87) wünschenswert.

Die Straße „Zur Kreuzhorst“ stellt einen Hot Spot für lokale Überschwemmungen infolge von Starkregenereignissen im Stadtgebiet Magdeburg dar, da sich in diesem Bereich die abfließenden Wassermassen von den Hangbereichen des Kiebitzbergs sammeln und zusammenfließen. Dies sollte bei künftigen Sanierungsvorhaben Berücksichtigung finden, damit die Entsorgungsinfrastruktur entsprecht angepasst werden kann (M-17, M-79).

Die Grünland- und Ackerflächen im westlichen Stadtteil (Elbwiesen) stellen ein wichtiges Kaltluftentstehungsgebiet zur Versorgung der nördlich angrenzenden Stadtteile mit Kalt- bzw. Frischluft dar und sollten auch im Sinne ihrer klimatischen Funktion (neben Natur- und Hochwasserschutz) erhalten werden (M-23).